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25.05.2012

Zusammenarbeit verbessert Patientenversorgung

Zehn Jahre ist es in diesen Tagen her, dass die bundesweit einmalige Kooperation zwischen privater Praxis und kommunaler Klinik zur Versorgung von Herzerkrankungen unterschrieben wurde. Seitdem bilden die Herzkatheterlabore der Kardiologisch-Angiologischen Praxis und die Kardiologische Klinik am Klinikum Links der Weser für Patienten eine Einheit. Ein langer Weg, der sich vor allem für die Patienten gelohnt hat, ist Praxisgründer Dr. Klaus T. Kallmayer überzeugt: „Bremen kann die besten Ergebnisse bei der Behandlung von Herzinfarkten in ganz Deutschland aufweisen.“

Dass die Kooperation mehr als ein formaler Akt ist, belegen die Erwartungen, die von Anfang an mit diesem Konstrukt verbunden waren. Kallmayer: „Beide Seiten haben die Zusammenarbeit mit der Hoffnung auf positive Effekte verbunden. Zu Recht, wie sich gezeigt hat. Gemeinsam sind wir beispielsweise personell stärker. Wir binden qualifizierte Fachärzte an den Standort, in dem wir ihnen Praxis- und Klinikbetrieb bieten.“ Im Rahmen der Zusammenarbeit könnten diese einerseits als Arzt selbstständig arbeiten und andererseits im Klinikbetrieb am gesamten Spektrum der Kardiologie teilhaben. Kallmayer kennt bundesweit kein vergleichbares Angebot.

Auch die qualifizierte und schnelle Notfallversorgung an sieben Tagen der Woche ließe sich dank der Kooperation personell gut darstellen. Rufbereitschaft für zwölf oder 24 Stunden übernehmen Ärzte und Schwestern aus der Praxis nämlich gemeinsam mit den Ärzten der Kardiologischen Klinik. Komme dann ein Anruf aus dem Infarktzentrum, eilen Kardiologe und Schwestern auf schnellstem Wege in das Herzkatheterlabor. Zu diesem Zeitpunkt ist der Notfallpatient noch unterwegs. Kallmayer: „Die Rufbereitschaft und das parallele Eintreffen des Teams sparen Zeit und retten Leben, da der Behandlungserfolg bei Infarkten wesentlich von der Zeitspanne zwischen Ereignis und Intervention abhängt.“

Für Patienten von Bedeutung ist die Möglichkeit, im gesamten Behandlungsprozess von nur einem Arzt betreut zu werden. Die flexiblen Übergänge zwischen Praxis und Klinik schaffen Raum für einen konstanten Kontakt zwischen Arzt und Patient. Außerdem seien mehr ambulante Eingriffe mit maximaler Sicherheit möglich geworden, so Kallmayer. „Wir können Infarkten heute früher vorbeugen, sie schneller behandeln sowie Herzfehler besser diagnostizieren und korrigieren“, so der Kardiologe weiter. Die Zusammenarbeit vermeide zudem Informationsverluste zwischen ambulanter und stationärer Versorgung. Schließlich sei die Einrichtung des Herzinfarktzentrums ein greifbares Ergebnis dieser Kooperationsvereinbarung, die auf weitere zehn Jahre angelegt ist.

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