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17.01.2013

Gründungspartner geht in Ruhestand

Der Aufbau des ersten Bremer Herzkatheterlabors an der Paracelsus-Kurfürstenklinik vor 21 Jahren war seine bedeutendste Leistung. Nun verabschiedet sich Kardiologe Dr. Hans-Eberhard Scherer, der maßgebliche Motor dieser Entwicklung, in den Ruhestand. Er verlässt eine Praxis, in der heute 15 Kardiologen und Angiologen etwa 15.000 Patienten jährlich versorgen.

Scherer ging in der Kardiologisch-Angiologischen Praxis am Herzzentrum Bremen den ersten Schritt zur invasiven Kardiologie und leitete damit in Bremen einen grundsätzlichen Wandel bei der Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein.  Das zunächst ambulante Katheterlabor trieb er maßgeblich voran und baute es auf. Mit diesem Schritt legte er einen wesentlichen Baustein für den langfristigen Erfolg der Praxis. „Die bedeutende Neuerung in der kardiologischen Versorgung in Bremen verbesserte die Diagnostik von Herzerkrankungen ganz entscheidend und ersparte auf lange Sicht vielen Herzpatienten schwere operative Eingriffe“, betont der Kardiologe.

Der Senator für Gesundheit, Dr. Hermann Schulte-Sasse (links), verabschiedet  Dr. Hans-Eberhard Scherer

Scherer blickt zurück auf ein Berufsleben, in dem die medizinische und technische Entwicklung ungeheure Fortschritte in der Kardiologie ermöglicht hat: „Dass wir heute beispielsweise Herzklappen mittels Katheter ohne aufwendige Operation einsetzen können, hätte noch vor 15 Jahren wie eine Utopie geklungen.“

Getreu seinem Motto „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile" wendete sich der mit Leidenschaft und ganzer Seele agierende Arzt seinen Patienten stets ganzheitlich zu. Lebensumstände und familiäres Umfeld spielten für ihn stets eine gewichtige Rolle, um eine erfolgreiche Behandlung zu erreichen.

Mit seinem Ausscheiden endet auch eine fast 30-jährige persönliche Zusammenarbeit mit dem Klinikum Links der Weser, in dem Scherer 1983 als Oberarzt in der damals neu gegründeten Kardiologischen Klinik seinen Dienst antrat. Nach dem Wechsel in die Praxis prägte er die mittlerweile seit über zehn Jahren bestehende Kooperation zwischen Praxis und Klinik mit. Der selbst aktive Hobbypilot führte zudem sämtliche fliegerärztliche Untersuchungen durch.


 

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