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17.05.2013

Den Blutdruck in den Zielbereich bringen

Heute ist Welt Hypertonie Tag 2013. Dieser steht unter dem Motto „Gesunder Blutdruck – Gesunder Herzschlag“. Ein gesunder, gut eingestellter Blutdruck ist die Basis für einen gesunden Herzrhythmus und schützt vor Vorhofflimmern.

Rund 35 Mio. Menschen in Deutschland leiden unter Bluthochdruck. Man geht davon aus, dass bei den über 60-Jährigen jeder zweite einen zu hohen Blutdruck hat.

Wie hoch ist Ihr Blutdruck?

Man spricht von Bluthochdruck, wenn die Blutdruckwerte über 140/90 mmHg liegen. Da Bluthochdruck sich nicht durch Symptome bemerkbar macht, sollte jeder Erwachsene von Zeit zu Zeit seinen Blutdruck überprüfen. Es gibt die Möglichkeit, den Blutdruck beim Hausarzt oder in der Apotheke messen zu lassen, noch besser ist die regelmäßige Selbstmessung. Diese Kontrolle ist wichtig, da Bluthochdruck Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder Vorhofflimmern nach sich ziehen kann, daher frühzeitig erkannt und behandelt werden sollte.

Gesunder Blutdruck – gesunder Herzschlag!

Je höher der (systolische) Blutdruck, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Vorhofflimmern auftritt. Menschen mit zu hohem Blutdruck haben ein um bis zu 42% erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern. Bei gesunden Blutdruckwerten wechseln sich Anspannungsphase, in der sich die Herzkammern zusammenziehen, und Erschlaffungsphase regelmäßig ab. Das EKG bildet diesen Herzrhythmus als gleichförmige, sich wiederholende Kurve ab.

Vorhofflimmern: Wenn das Herz „stolpert“

Beim Vorhofflimmern (atriale Fibrillation) ist der Herzschlag unregelmäßig, die Abfolge von Anspannungs- und Entspannungsphase der Herzkammern ist gestört. Denn durch unerwünschte elektrische Impulse kommt es zur Überaktivierung der Vorhöfe, die sich in Folge 300-600 Mal pro Minute zusammenziehen und entspannen, also „flimmern“. Viele Betroffene bemerken das Vorhofflimmern gar nicht, andere haben Symptome wie Herzrasen oder Herzstolpern. Mit Hilfe eines EKGs lässt sich ein Vorhofflimmern diagnostizieren, die EKG-Kurve ist unregelmäßig und zeigt die typischen Flimmerwellen. Vorhofflimmern kann gefährliche Folgen haben: Wenn das Blut während des Flimmerns nicht weitergepumpt wird, können sich kleinste Gerinnsel bilden, die dann später Blutgefäße im Gehirn verstopfen – es kann dann sogar zu einem Schlaganfall kommen. Eine rechtzeitige Therapie kann davor schützen. Da Bluthochdruck das Risiko für Vorhofflimmern erhöht, stellt die Blutdrucksenkung eine wichtige Präventionsmaßnahme dar.

Den Blutdruck in den Zielbereich bringen!

Um Vorhofflimmern, aber auch andere Herz- und Gefäßerkrankungen (wie Herzinfarkt, Schlaganfall) vorzubeugen, ist es wichtig, die Blutdruckwerte in den Zielbereich von unter 140/90 mmHg zu bringen. Durch die Reduktion von Übergewicht, Ernährungsumstellung, Sport und Nichtrauchen normalisiert sich der Blutdruck oft von allein, in vielen Fällen ist aber auch eine medikamentöse Blutdrucksenkung notwendig

 

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, sprechen Sie uns gerne an!

Weitere Informationen zum Welt Hypertonie Tag 2013 finden Sie unter http://www.hypertonietag.de/.

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