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18.12.2014

Tanzsport ist gut fürs Herz

Egal, ob weiblicher oder männlicher Patient – nach einem Herzinfarkt ist Bewegung das A und O, um den Körper wieder zu stärken. Ausdauersportarten wie Schwimmen, Laufen und Radfahren eignen sich besonders gut für Herzpatienten. Und auch Tanzen bietet sich an. Dabei gilt bei allen Aktivitäten: nicht übertreiben!

Die körperliche Leistungsfähigkeit nach einem Herzinfarkt hängt davon ab, wie groß der entstandene Schaden am Herzen ist. Betroffene verspüren eine gewisse Furcht, sich sportlich zu betätigen. Dabei ist Sport genau das richtige, um Herz und Körper wieder ins Lot zu bringen. Wichtig dabei: langsam anfangen und nicht zu viel auf einmal wollen. Ist der Patient beschwerdefrei und in stabilem Zustand, spricht nichts dagegen, schon nach etwa einer Woche mit leichten Tätigkeiten einzusteigen. Liegt dagegen eine Funktionseinschränkung des Herzens vor, weil der Patient sehr spät behandelt wurde oder der Infarkt zu ausgeprägt war, steht zunächst die Stabilisierung im Vordergrund. Im Gespräch mit dem Arzt wird individuell geklärt, ob und welche sportliche Betätigung gesundheitlich unbedenklich ist.

Für Bewegungseinsteiger eignet sich Tanzen besser als Laufen oder Gehen, da sie sich auf dem Parkett aufgrund der noch fehlenden Beweglichkeit herz- und kreislaufmäßig nicht überlasten können. Routinierte Sportler erreichen hingegen bei schnellen Tänzen Belastungswerte wie beim Laufen. Als Faustregel kann man sich merken: Man sollte sich gerade so stark belasten, dass man sich nebenher noch unterhalten kann. Eine positive Veränderung durch die Bewegung lässt sich schon nach kurzer Zeit feststellen: Das vegetative Nervensystem ist nach etwa zwei Wochen zum Positiven verändert, das Herz- und Kreislaufsystem nach etwa fünf Wochen deutlich stabiler. Auch der Stoffwechsel und die Muskeln verändern sich, zudem werden die koordinativen Fähigkeiten und das Gedächtnis trainiert.

Bevor ein Herzpatient mit einem Trainingsprogramm beginnt, sollte eine sorgfältige Untersuchung durch einen Kardiologen erfolgen, bei der unter anderem ein Belastungs-EKG durchgeführt wird. Mit diesem Test kann die Trainingsintensität anhand der Pulsfrequenzen bei verschiedenen Belastungsstufen festgelegt werden. Zusätzlich zeigt dieser Stresstest, wie gut das Herz im Ruhezustand und bei körperlicher Arbeit durchblutet ist.

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