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11.09.2013

Kaffee bringt das Herz nicht aus dem Takt

Kaffee Herzrhytmus

 

Wer Kaffee trinkt, braucht keine Herzrhythmusstörungen zu fürchten – so lautet das Ergebnis neuerer Studien der „American Heart Association“. Im Gegenteil: „Wer regelmäßig Kaffee trinkt, erleidet seltener Herzrhythmusstörungen oder eine andere Herz-Kreislauf-Erkrankung“, so Dr. Patrick Koppitz, Kardiologe der Kardiologisch-Angiologischen Praxis am Herzzentrum Bremen. Bis zu sechs Tassen Kaffee täglich minimierten das Risiko für Diabetes und seine kardialen Folgen. Antioxidantien des Kaffees reduzierten dabei Entzündungen und stärkten die Funktion der Blutgefäße.


So zeigen Studien des „Japan’s National Cerebral and Cardiovascular Centre“, dass Kaffee und grüner Tee im Rahmen einer Diät dabei helfen können, das Risiko für einen Herzinfarkt um 20 bis 30 Prozent zu reduzieren. Über 83 tausend Japaner wurden dazu durchschnittlich 13 Jahre lang auf ihren Konsum von Kaffee und grünen Tee untersucht. Weiterhin untersuchte ein Forschungsteam der „Universidad Autonoma de Madrid“ Krankenschwestern auf ihren Kaffeekonsum und das Vorkommen von kardiologischen Erkrankungen. Das Ergebnis: Frauen mit einem Kaffeekonsum von vier oder mehr Tassen litten 20 Prozent weniger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Frauen mit weniger Kaffeekonsum. Bei Raucherinnen und Frauen mit Vorerkrankungen hatte der Kaffeekonsum allerdings keinen positiven Effekt.


Grundsätzlich ist Kaffee also kein potentieller Auslöser für Herzerkrankungen. „Kaffeegenuss kann aber den Blutdruck erhöhen“, warnt Koppitz. Das betrifft in der Regel aber nur Personen, die gelegentlich Kaffee genießen, denn: „Je nach individueller Gewöhnung erhöht das Koffein nach Einnahme 20 bis 30 Minuten lang den Blutdruck um etwa 10 bis 20 Millimeter Quecksilbersäule“, erklärt Koppitz. Das sei in der Regel ungefährlich, könne aber bei Vorerkrankungen zum Problem werden. Wer bereits unter Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen leide, sollte ihn allerdings mit Vorsicht genießen. Verstärken sich beide Beschwerden durch den Konsum, sollten Betroffene auf entkoffeinierte Getränke umsteigen. Gleiches gilt auch für grünen und schwarzen Tee, der dann durch Kräutertees ersetzt werden sollte. Je nach individueller Konstitution und Vorerkrankung variiere aber die Verträglichkeit von Kaffee und Tee.

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