Behandlung akuter Herzinfarkte

Jede Sekunde zählt – insbesondere bei einem Herzinfarkt. Wir befinden uns 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche in Rufbereitschaft – für jeweils zwölf oder 24 Stunden gemeinsam mit dem Fachpersonal der Kardiologischen Klinik. Sobald am Infarktzentrum ein akuter Herzinfarkt angekündigt ist, eilen wir auf schnellstem Wege in die Praxis. Zu diesem Zeitpunkt ist der Notfallpatient noch unterwegs. Schon der Notarzt im Rettungswagen meldet den Herzinfarkt in der Klinik und löst so die Rettungskette aus. Im Krankenhaus angekommen, nimmt ein Internist den Patienten in Empfang. Parallel wird das Katheterlabor vorbereitet. Der Internist übermittelt alle wichtigen Informationen zum Notfallhergang und zu bereits eingeleiteten Maßnahmen an uns. Dann setzen wir den Herzkatheter ein und öffnen verschlossene oder verengte Gefäße mittels Ballonerweiterung und in der Regel anschließender Stent-Implantation. Danach bedarf der Betroffene einer lückenlosen Überwachung, die auf der Intensivstation erfolgen kann.

Erfahrungsgemäß sind die ersten 48 Stunden nach einem Infarkt die gefährlichsten, so dass eine intensive Betreuung unerlässlich ist. Die Rufbereitschaft und das parallele Eintreffen des Teams sparen Zeit – und retten Leben. So vergeht heute nur wenig Zeit zwischen Infarkt und Therapie. Je schneller ein verschlossenes Gefäß wieder geöffnet wird, umso geringer der Schaden am Herzen und umso besser die Überlebenschancen.

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