Stentimplantation

Im Rahmen einer PTCA führen wir fast immer die Implantation von Stents durch. Dabei handelt es sich in der Regel um aus Edelstahl bestehende Gefäßstützen, die wir über einen Ballonkatheter in das verengte Gefäß bringen und dort mit großem Druck in die vorher geweiteten Stellen in die Gefäßwand einbringen. Durch die Stent-Implantationen sind in der Folge die erneute Verengung der behandelten Gefäßläsionen zur PTCA alleine deutlich zurückgegangen und ist heutzutage Standard bei der Gefäßintervention. Es werden dabei die herkömmlichen Metallstents (Bare metal stent) und die medikamentös beschichteten Stents (Drug eluting stents, DES) unterschieden. Die einfachen Metallstents haben eine Rückfallrate von circa zehn Prozent, das heißt bei zehn Prozent der Patienten wächst das Gefäß in den darauffolgenden Monaten wieder zu. Dafür ist der einfache Metallstent nach spätestens vier Wochen von der Gefäßinnenhaut überkleidet, und man kann die gerinnungshemmende Medikation wieder auf ASS alleine reduzieren. Bei den DES dauert dieser „Einheilungsprozess“ zum Teil mehrere Monate, so dass diese Patienten in der Regel zwölf Monate strikt ohne Unterbrechung zum ASS noch einen zweiten Gerinnungshemmer, in der Regel Clopidogrel und Prasugrel, einnehmen müssen. Der Vorteil der DES ist, dass sie in der Regel ein Leben lang offen bleiben, der Nachteil ist, dass wenn ein Patient mal die tägliche Einnahme der Gerinnungshemmer unterbricht, er auch nach Monaten einen plötzlichen Stentverschluss und damit einen potentiell tödlichen Herzinfarkt erleiden kann.Welcher Stent für welchen Patienten der richtige ist, muss daher immer individuell entschieden werden. Die Zukunft bringt hoffentlich den sich selbstauflösenden Stent, welcher einige Probleme lösen würde. Nach Stent-Implantationen werden die Patienten in der Regel noch einige Stunden am Monitor überwacht, danach wird entschieden, ob man sie noch weiter stationär betreuen muss.

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