Nierenarterienstenting

Wir raten zu einem Nierenarterienstenting, bei nachgewiesener Nierenarterienverengung (Nierenarterienstenose). Der Verdacht auf eine Nierenarterienstenose besteht insbesondere dann, wenn wir einen Bluthochdruck nicht mit herkömmlichen Blutdrucksenkern in den Griff bekommen. Die Arterien versorgen die Nieren dann nicht mehr ausreichend mit Blut, was die Ausschüttung eines blutdrucksteigernden Hormons durch die Niere zur Folge hat. Langfristig führt dies zu einer Störung der Niederfunktion. Bei dem Eingriff implantieren wir in die verengte Nierenarterie eine aus Edelstahl bestehenden Gefäßstütze (Stent), die wir über einen Ballonkatheter in das verengte Gefäß bringen. Dadurch stabilisieren wir das Gefäß und verbessern den Blutstrom zur Niere.

Unter lokaler Betäubung und auch unter Vollnarkose führen wir durch die Leiste und Ellenbeuge  einen Ballonkatheter ein. Auf Wunsch geben wir ein Beruhigungsmittel. Über einen Führungsdraht führen wir den Katheter bis zum Herzen. Dann spritzen wir über den Katheter ein Kontrastmittel und kontrollieren damit die Position des Ballons auf dem Computerbildschirm. Ist der Ballon richtig positioniert, wird er für bis zu 60 Sekunden lang aufgebläht. Während dieser Zeit positionieren wir die kleine Gefäßprothese, drücken damit die Kalkablagerungen in die Gefäßwand und verbessern den Blutfluss.

Patienten sollten uns im Vorfeld darüber informieren, wenn sie auf das jodhaltige Kontrastmittel allergisch reagieren, an Nierenschwäche oder Schilddrüsenüberfunktion leiden.

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